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Interview mit Maria von Morerawfood

Interview mit Maria von Morerawfood

Magst du dich den LeserInnen zuerst selbst vorstellen?

Hallo, Ich bin Maria von Morerawfood. Ich bin leidenschaftliche Mama meiner Laurella (2,5 Jahre) und meine zweite Leidenschaft ist es, Menschen dazu zu inspirieren, mehr und mehr Rohkost zu geniessen, um über diesen Weg auch zum Leben ihrer Träume zu gelangen. Ich treibe mich täglich bei Instagram rum, mache Videos bei YouTube, teile einfache & leckere Rezepte auf meinem Blog und helfe Menschen in meinen Coaching, auch zur besten Version von sich selbst zu werden. Mein neuestes Projekt ist ein Onlinekurs, “Ernährungsumstellung – so geht’s richtig!”, in dem ich Menschen das Geheimnis verrate, wie sie ein für alle Mal ihre Ernährung erfolgreich umstellen könne, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Wie bist du mit deiner Familie zur veganen Ernährung gekommen und was bedeutet sie euch?

Ich habe von heute auf morgen meine Ernährung umgestellt und meine gesamte Geschichte, kannst du dir hier anschauen. Mein Freund, Samuel, ernährt sich vegetarisch, oftmals auch vegan und ist immer mehr bestrebt, gesünder zu leben. Er war erst gar nicht so begeistert von meiner Ernährungsumstellung, aber als er gesehen hat, was das mit mir gemacht hat, konnte er nicht anders, als es auch mal zu probieren. Damals hat er gesagt, er würde NIEMALS aufhören, Fleisch zu essen. Vor zwei Jahren hat er mir dann freudestrahlend verkündet, dass er kein Fleisch mehr essen möchte und auch Milchprodukte weitergehen vermeiden will. Was ich damit sagen will ist, solch eine Ernährung steckt an, denn die Leute um einen herum sehen sehr wohl die Veränderungen. Als ich dann schwanger geworden bin, war für uns ganz klar, dass Laurella vegan aufwachsen wird. Anfangs war sie komplett rohköstlich (bis 18 Monate), aber durch unsere vielen Reisen, haben wir es auf vegan (so gluten- und zuckerfrei wie möglich) gelockert. Denn wir sind schon manchmal an unsere Grenzen gekommen und wollten uns das Leben nicht selbst schwer machen. Jetzt, wo wir sehen, wie sehr Laurella jedes nur so kleine Tier liebt, wissen wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Sie ist so ein liebevolles Wesen, wir sind alle wesentlich gesünder (nur Samuel schwächelt manchmal, wenn er sich wieder etwas schlechter ernährt) und haben somit viel mehr Energie, all unsere Träume zu verwirklichen. Wir streben niemals nach Perfektionismus, sondern machen es immer so gut, wie möglich.

Wie beschreibst du euren Ernährungsstil und worauf legst du besonderen Wert?

Ich ernähre mich ausschliesslich rohköstlich. Das heisst, ich esse nichts gekochtes. Allerdings ist es mir nicht immer so wichtig, dass Nüsse und Trockenfrüchte Rohkostqualität haben. Das kann ich in anderen Ländern nicht kontrollieren und es ist auch einfacher im Alltag. Laurella isst vegan mit einem sehr hohen Rohkostanteil von 80-90%. Samuel ist Vegetarier, teilweise auch schon sehr vegan, allerdings isst er ab und zu noch Sushi und mal hier und da etwas Mozzarella oder Parmesan. Aber auch er ernährt sich immer gesünder. Vor allem, wenn er mal wieder krank war und sieht, wie gut das Immunsystem von Laurella und mir ist. Dann ist er wieder hochgradig motiviert.

Nehmt ihr Nahrungsergänzungsmittel bzw. Substituierungen ein?

Ja das machen wir. Wir leben in Stockholm und da gibt es nur wenige Monate über genügend Sonne. Wir nehmen täglich Vitamin D3 (in hohen Dosen), K2, um das D3 besser aufnehmen zu können, und B12. Ich habe sehr lange gesucht, bis ich gute Vitamine gefunden habe und bin sehr froh, hier endlich fündig geworden zu sein.

Ist die Sorge um eine ausreichende Nährstoffversorgung bei deinen Kindern ein Thema und wenn ja wie gehst du damit um?

Nein, nicht wirklich. Allerdings gäbe es eine Zeit, in der wir uns etwas Gedanken gemacht haben. Nicht, weil Laurella einen Mangel hatte, sondern, weil wir uns von einer Hebamme verrückt machen lassen haben. Als wir dann auf ihr anraten endlich doch einen Arzt getroffen haben, hat der nur Laurella angeschaut und gemeint, das Kind ist kerngesund. Da braucht man sich keinerlei Gedanken machen. Es gibt hier solche Wachstumskurven und Laurella war schon immer eine zarte Person, dafür aber eine starke Persönlichkeit 🙂 Sie lag immer auf der unteren Kurve und das hat die Hebamme als Anlass genommen, uns Angst zu machen. Allerdings war diese Angst zu keiner Zeit berechtigt. Ich habe sogar mal für zwei Wochen Laurellas Essen bei Chronometer eingegeben, um zu sehen, dass sie auch wirklich alle Nährstoffe bekommt. Das war totaler Quatsch, aber als Mutter hatte ich eben Angst und wie jede andere Mama auch, wollte auch ich nur das Beste für mein Kind. Heute bin ich da wesentlich stärker und erfahrener, denn ich weiss, dass es meiner Laurella sehr gut geht. Sie ist so stark, selbstsicher, einfühlsam und gesund. Sie ist noch nie wirklich krank gewesen und auch wenn Papa die ganzen Bakterien aus dem Büro manchmal mitbringt, in 99% der Fälle haben wir zwei nichts. Das ist für mich der beste Beweis.

Wie gehst du mit eventuellen eigenen Unsicherheiten und den Bedenken Anderer in Bezug auf die vegane Ernährung deines/r Kindes/er um?

Anfangs habe ich mich da schon ab und an verunsichern lassen, wie ich eben in dem Beispiel erklärt habe. Allerdings wusste ich innerlich (vom Bauchgefühl her) immer, dass es das Beste ist. Allerdings ist die Liebe zu meiner Tochter so stark, dass ich mich manchmal habe beirren lassen. Aber ich habe deswegen niemals aufgegeben. Wenn mich jemand kritisiert hat, dann habe ich mich weiter belesen, ich habe mich informiert und dann auf der Basis meines Wissens, die richtige Entscheidung getroffen. Bis heute isst Laurella vegan. Nicht nur aufgrund gesundheitlicher Aspekte, sondern hauptsächlich aus Respekt vor meiner Tochter. Denn wenn ich sehe, wie sehr sie Tiere liebt, jede noch so kleine Raupe, Ameise, Hunde, Mäuse etc., dann wage ich zu bezweifeln, dass sie diese wirklich essen wollen würde. Bis Laurella versteht, was mit Tieren gemacht wird, damit wir sie essen können und was so eine Scheibe Wurst mit Gesicht drauf wirklich ist, werde ich sie vegan ernähren. Wenn sie älter ist, lasse ich ihr dann die eigene Wahl. Bis dahin, respektiere ich ihre Liebe zu Tieren.

Was sind für dich als Mutter die größten Herausforderungen im veganen Familienalltag?

Für uns ist es nicht so schwer. Ich habe immer die Einstellung, es ist so schwer, wie man es sich selber macht. Allerdings kann es manchmal auf Reisen sehr schwer sein, denn das Angebot an veganen Speisen ist nicht überall so gut, wie in Deutschland. Was ich als schwierig empfinde ist, wenn Laurella gern ein Eis möchte und andere Kinder Eis essen sieht, es aber keine vegane Alternative gibt. Dann möchte sie natürlich auch ein Eis haben, was ich total verstehen kann. Das tut mir dann manchmal sehr weh, obwohl ich weiss, dass es das Beste für sie ist. Dafür bekommt sie dann zu Hause ihr Eis und das auch manchmal schon zum Frühstück. Ich erkläre ihr dann, wieso sie keines bekommt und sie scheint das sehr gut zu verstehen.

Welche besonderen tipps & tricks möchtest du den LeserInnen aus deiner Schatzkiste von Erfahrungen weitergeben?

Ich bin immer der Meinung, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen sollte. Was mir jedoch geholfen hat, ist mein Bauchgefühl. Ich bin der festen Überzeugung, dass jede Mutter es so gut macht wie nur irgend möglich und wenn du auf dein Bauchgefühl vertraust, bist du meistens auf der richtigen Seite. Was allerdings oft noch heiss diskutiert wird ist, wenn man zu Kindergeburtstagen eingeladen wird. Da mache ich es immer so, dass ich mit Laurella vorher esse, damit sie satt ist und gebe ihr dann all ihre Lieblingssüssigkeiten mit. Das natürlich in Absprache mit der Familie des Geburtstagskindes. Das klappt bis jetzt sehr gut.

Welche Wünsche oder Forderungen hast du an die Gesellschaft und die Politik?

Ich habe natürlich ein paar Wünsche oder Träume, bin mir aber auch sehr bewusst, dass ich mit meinem Geld die grösste Macht habe, Dinge zu steuern. Deswegen gebe ich mein Geld ganz bewusst aus für Bioqualität und plastikfreie Lebensmittel. Ich suche vegane Kindergärten und Schulen und wenn ich das nicht in diesem Land finde, dann ziehe ich weiter. Ich mache mich nicht abhängig von der Gesellschaft oder der Politik, sondern gehe meinen eigenen Weg. Oftmals wollen wir glauben, dass wir keine Wahl haben, aber das haben wir immer. Das ist mir früher gar nicht bewusst gewesen, doch seit ich über die Rohkost diese Klarheit bekommen habe, sehe ich das immer deutlicher.

Welches persönliche Bild von veganen Familien malst du für die Zukunft?

Ich denke, dass es mehr und mehr vegane Familien geben wird. Es ist eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Ich kenne so viele Menschen, die weniger und weniger tierische Produkte konsumieren und es geht ihnen besser damit. Ich glaube ganz fest daran, dass das Positive immer gewinnen wird. Eine vegane Ernährung ist nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern auch besser für unsere Umwelt, die Tiere und den Planeten. Win-win-win.

Wo können wir mehr über dich erfahren?

Ich freue mich ganz doll, wenn dir der Artikel gefallen hat, und du für dich etwas daraus ziehen konntest. Wenn du noch Fragen hast, oder mehr erfahren möchtest, dann findest du mich auf meinem Blog www.morerawfood.de, bei Instagram, Facebook und natürlich YouTube, alles unter Morerawfood. Ich würde mich freuen, dich schon ganz bald auf meinen Kanälen einmal zu sehen.

Alles liebe Maria

Mein Lieblingsrezept für euch:

Das Rezept ist ein Rezept aus meinem Buch MORERAWFOOD – Nicht auf Instagram und ist eines meiner Lieblingsrezepte am Anfang meiner Rohkosternährung gewesen.

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