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Interview mit Angie von CreateRawVision

Interview mit Angie von CreateRawVision

Magst du dich den LeserInnen zuerst selbst vorstellen?

Hallo liebe Rosa, natürlich, gerne. Ich bin Angie, vegane Rohköstlerin, Tier-und Naturliebhaberin, Mutter von 2 Kindern und noch vieles mehr 😉 Außerdem betreibe ich den Blog CreateRawVision, einen Blog über Rohkost, Detox und Natürlichkeit.

Wie bist du mit deiner Familie zur veganen Ernährung gekommen und was bedeutet sie euch?

Bei mir war es so, dass die Umstellung auf eine vegane Ernährung gleichzeitig mit der Umstellung auf eine roh-vegane Ernährung einher ging. Bevor ich auf die vegane Rohkost stieß, litt ich bereits seit zwei Jahren an einer Depression und sah kaum noch Sinn in meinem Leben. Mein Leben bestand ausschließlich aus Arbeit, die mir keinen Spaß machte, aus Unterstützung meiner Kinder in der Schule und aus Schlafen, da ich kaum noch Energie hatte, meinen Alltag zu bewältigen.“>Bis dahin hatte ich bereits einige Ernährungsformen ausprobiert, die aber längerfristig nicht die gewünschte Veränderung brachten. Durch das Video von Markus Rothkranz wurde ich dann auf dessen Buch „Heile dich Selbst“  aufmerksam. Ich bestellte es mir sofort und als es ankam verschlang ich es an einem Tag. Mir war sofort klar, dass diese Ernährung die Lösung meiner Probleme darstellte. Sofort bestellte ich mir die von ihm empfohlenen Geräte wie Hochleistungsmixer und Dörrgerät und stellte meine Ernährung innerhalb eines Tages von einer vorwiegend Paleo-Ernährung zur veganen Rohkost um.

Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach etwa 5 Tagen stellte sich ein deutlicher Energieanstieg ein und bereits nach 14 Tagen konnte ich das erste Mal , nach 15 Jahren der Geburt meiner Tochter, wieder durchschlafen. Meine Stimmung hellte sich auf und ich bemerkte das ich weniger gereizt reagierte. Ich wurde deutlich gelassener und hatte das Gefühl, dass ich Dinge nicht mehr so stark kontrollieren musste und mein generelles Vertrauen in das Leben stieg an.

Durch diesen Prozess nahm auch mein Mitgefühl anderen Lebewesen gegenüber zu und während ich meine Ernährung damals aus gesundheitlichen Gründen umstellte, steht jetzt das Mitgefühl der Tiere im Vordergrund.

Wie beschreibst du euren Ernährungsstil und worauf legst du besonderen Wert?

Wie bereits oben beschrieben, ernähre ich mich roh-vegan. Hierbei ist es mir von großer Bedeutung, keine verarbeiteten Produkte zu mir zu nehmen. Mein Sohn ernährt sich nicht ausschließlich rohköstlich, aber zu hundert Prozent vegan. Dabei achten wir auf eine gluten- zucker- und sojafreie Ernährung, sowie auf Bioqualität und Frische.

Nehmt ihr Nahrungsergänzungsmittel bzw. Substituierungen ein?

Wir nehmen keine Nahrungsergänzungsmittel außer gelegentlich Superfoods, wie Chlorella-und Spirulinaalgen, ein. Mit Vitamin B12 versorgen wir uns durch frische, regionale Wildkräuter.

Ist die Sorge um eine ausreichende Nährstoffversorgung bei deinen Kindern ein Thema und wenn ja wie gehst du damit um?

Nein, ich mache mir darüber überhaupt keine Sorgen. Dadurch, dass wir viele Wildkräuter zu uns nehmen, ist die B12-Versorgung sichergestellt und generell ist durch genügend Grün auch die Protein- und Eisenversorgung kein Problem. Mein Sohn war noch vor einigen Jahren überall der Kleinste im Vergleich zu seinen Freunden. Seitdem wir auf eine vegane Ernährung umgestellt haben, ist er so gewachsen, dass er fast alle Freunde eingeholt hat, die früher größer waren als er. Ich behaupte nicht, dass die vegane Ernährung der Grund hierfür ist, aber zu wenig Proteine hat sein Körper offensichtlich auch nicht bekommen.

Wie gehst du mit eventuellen eigenen Unsicherheiten und den Bedenken Anderer in Bezug auf die vegane Ernährung deines/r Kindes/er um?

Mein Sohn ist nun bereits 14 Jahre alt und seit zwei Jahren überzeugter Veganer aus Mitgefühl. Er hat bereits sehr viel Wissen über dieses Thema angesammelt und kann daher selbst gut argumentieren. Meine Tochter ist sogar schon 18 Jahre und übernimmt dies auch selbst. Ehrlich gesagt, werde ich auch auf solche Dinge selbst nie angesprochen, da jeder mich als überzeugte Rohköstlerin kennt. Ich hatte das große Glück, immer die Menschen inspirieren zu können, anstatt Kritik zu ernten.

Was sind für dich als Mutter die größten Herausforderungen im veganen Familienalltag?

Mit meinen Kindern habe ich bezüglich veganer Ernährung keine Herausforderungen, da sie sogar die Rohkost mit Freude und Überzeugung angenommen haben. Gelegentlich ergeben sich aber Herausforderungen, wenn bestimmte Freunde meiner Kinder bei uns übernachten. Hier lege ich mich aber besonders ins Zeug um sie mit meinen besten Rohkost-Gerichten zu verwöhnen. Bei schwierigeren Fällen koche ich ihnen auch mal ein veganes Gericht. Jeder der Freunde meiner Kinder akzeptiert unseren veganen Lebensstil und befürwortet diesen auch.<

Welche besonderen tipps & tricks möchtest du den LeserInnen aus deiner Schatzkiste von Erfahrungen weitergeben?

Als Veganer oder sogar Rohköstler in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, ist nicht schwer. Es kommt dabei auf deine innere Einstellung an. Ich sprudle nur so vor Energie und Verständnis für andere und zeige sofort und offen meinen Lifestyle, ohne den Lifestyle der anderen zu verurteilen. Dadurch ist so ziemlich jeder, den ich treffe, neugierig auf mich und meine Art zu leben, so dass die meisten Menschen eigentlich alles darüber wissen möchten. Auch teile ich gerne mit meinen Mitmenschen meine Rezepte und bringe diese gerne zu verschiedensten Gelegenheiten mit. Ich ernte nur Begeisterung darüber und dadurch konnte ich bereits viele Menschen dazu inspirieren, einen natürlicheren, veganen und in manchen Fällen sogar roh-veganen Lifestyle zu leben.

Welche Wünsche oder Forderungen hast du an die Gesellschaft und die Politik?

Meiner Meinung nach bringt es nicht viel, an die Politik Forderungen zu stellen. Die Veränderung kann nur bei jedem persönlich geschehen und jeder ist gefragt, sein Konsumverhalten genauer zu betrachten. Wo keine Nachfrage mehr ist, da wird es auch kein Angebot mehr geben. Daher sollte jeder Veganer ein Vorbild sein, dabei andere nicht überzeugen, sondern andere Menschen inspirieren und sie begeistern. Die Veränderung im Bewusstsein der Menschen in unserer Gesellschaft geschieht bereits in einem sehr hohen Tempo. Möchten wir dies unterstützen, sollten wir selbst Positives vorleben und andere Menschen nicht unter Druck setzen und sie verurteilen. Sobald wir das nämlich tun, wird der andere Mensch automatisch in die Verteidigung gehen und eine Bewusstseinsveränderung ist nicht mehr möglich, sondern nur noch unfruchtbare Diskussionen. Zu diesem Thema habe ich einen Artikel geschrieben, den ich jedem empfehlen kann: https://createrawvision.de/bist-du-schon-im-inspirationsmodus/

Welches persönliche Bild von veganen Familien malst du für die Zukunft?

Ich denke, dass es in einigen Jahren ganz normal sein wird, dass sich ganze Familien vegan ernähren. Die Bewusstseinsentwicklung lässt sich nicht aufhalten und ich bin überzeugt davon, dass vegane Familien in den nächsten zwanzig Jahren in unserer Gesellschaft überwiegen werden.

Wo können wir mehr über dich erfahren? (Blog, Webseite etc.)

Ihr könnt mich auf meinem Blog https://createrawvision.de/ finden. Hier gibt es zahlreiche Tipps, Infos, Rezepte und Inspirationen zum veganen, roh-veganen, natürlichen und gesunden Lifestyle. Ich habe auch vier eBooks zu den Themen Umstellung auf Rohkost, Detox und roh-veganen Rezepten verfasst. Auch diese können auf meinem Blog gefunden werden.

Dein Lieblingsrezept zum Teilen:

Rohkost-Frühlings-Kräuterquark

Vielen Dank für das Gespräch!

2 Comments

  • Murat Posted 30. Dezember 2017 10:32

    Richtig stark finde ich deine Einstellung 🙂 ich wünschte ich hätte auch so eine Mutter gehabt, die mehr wissen und Erfahrung in solch eine Richtung uns beigebracht hätte.

    Ich finde aber das in Deutschland die roh vegane Ernährung auch deshalb schwerer gemacht wird. Weil solch ein Essen erstens teurer ist. Gemüse kostet hier teurer als Fleisch oder Dose Gerichte oder Pizza.
    Ich habe von einer Freundin gehört, dass es in manchen Ländern genau anders ist. Das Fleisch sehr teuer ist, Alkohol und Zigaretten auch. Gemüse und Obst, kann man kiloweise für 1 €kaufen. Ich habe es sogar selbst erlebt.

    Ich arbeite gerade selber daran ortsunabhängig zu arbeiten, um mir diesen lifestyle noch besser einzurichten.

    Und da ist es echt motivierend, auf solche Seiten, wie deine zu stoßen, wo man sich mehr Inhalt und Erfahrung darüber holen kann.

    Also danke dafür 🙂

    Liebe Grüße

    • happyveganmom Posted 13. Januar 2018 02:59

      Hallo Murat,
      vielen Dank für dein nettes Feedback. Das freut mich zu hören! Alles Gute dir auf deinem weiteren (Ernährungs-)Weg!

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